Europas Rolle und Verantwortung in der Welt: Wie begegnen wir humanitären Krisen?

Vergangenen Freitag, den 24. April 2015, folgten viele Interessierte der Einladung von Herrn und Frau Rosenthal, die vierte Ringvorlesung im Rahmen des Europa-Stipendiums zu besuchen. Der Abend stand unter dem Zeichen der Verantwortung und Rolle Europas in der Welt in Bezug auf humanitäre Krisen.

Podiumsgäste waren neben Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe und Prof. Dr. Michael Scheurlen, Gastroenterologe auch der Tropenmediziner Prof. Dr. August Stich. Eine besondere Rolle nahm Liubou Varantiskaya ein, die als Europa-Stipendiatin in Würzburg Medizin studiert und die Sicht ihres Heimatlandes Weißrussland einbrachte.

Nach den Grußworten der Vizepräsidentin der Universität Würzburg, Prof. Dr. Barbara Sponholz, richtete sich auch Herr Georg Rosenthal, MdL und ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Würzburg an die Gäste und Zuschauer. Er verdeutlichte, dass humanitäre Krisen ein aktuelles Thema für Europa sind, nicht nur wegen der Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer. Europa müsse sich den aktuellen Ereignissen stellen und dürfe nicht weiterhin den aktuellen Egoismus weiterleben.

Die Podiumsgäste stellten sich unter der Moderation des ehemaligen SWR-Fernseh-Chefredakteurs Dr. Michael Zeiß Fragen, ob wir „in einer verrückten Welt ohne Krisen“ lebten. Aktuell schockierende Themen, wie die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer oder die Ebola-Krise in Afrika beschäftigten, ebenso die Frage, wie wir selbst dazu beitragen können gegen humanitäre Krisen vorzugehen.

Im Anschluss an die Diskussion hatten die Zuschauer Zeit ihre Fragen zu stellen, welche von den geladenen Gästen gerne beantwortet und auch als Anregung für deren Arbeit mitgenommen wurden.